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22. Januar 2020
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DIE MORGENGABE – Eine romantische Tradition

Morgengabe Hochzeit Geschenk

DIE TRADITION

Während die Mitgift noch unter den meisten Eheleuten als populär gilt, sieht es mit dem Brauch der Morgengabe schon schwieriger aus. Wir klären daher die Frage:  Was ist die Morgengabe und woher kommt dieser Brauch? Vor allem die Frauen sollten nun die Ohren spitzen!

Die Morgengabe stammt noch aus der Zeit der Könige und Ritter. Im Zuge einer Eheschließung war es damals Tradition, dass der Bräutigam seiner frisch Angertrauten am Morgen nach der Hochzeitsnacht ein Geschenk übergab oder unter ihrem Kopfkissen versteckte. Obgleich der Zeitpunkt der Geschenkübergabe später variieren konnte, enthält der Name noch diesen ursprünglichen Zeitpunkt. Häufig wählte der Mann Geld oder Vieh, um das Herz seiner Geliebten höher schlagen zu lassen. Dass dies nicht immer aus rein selbstlosen Zwecken geschah, belegen insbesondere die historischen Motive der Morgengabe. 

HISTORISCHE MOTIVE

Sicher ist, dass die Morgengabe eng an das gesellschaftliche Ansehen des Bräutigams gekoppelt war. Eine hohe Morgengabe entsprach somit einem hohen gesellschaftlichen Status, der aber durch ein ordentliches Sümmchen Geld noch gesteigert werden konnte. Auch war die Morgengabe ein Mittel, um andere Konkurrenten und Mitwerber schwach aussehen zu lassen. 

Für die Braut bedeutete die Morgengabe nicht nur Anerkennung, sondern vor allem auch finanzielle Absicherung. Im Mittelalter war aufgrund der zahlreichen Kriege und Kämpfe das Witwentum keine Seltenheit. Hier bot die Morgengabe Sicherheit und freie Verfügungsgewalt über das geschenkte Gut im Falle des frühzeitigen Ableben ihres Ehegatten. 

Der Tugendkatalog des Mittelalters war lang und enthielt auch einen Codex der Ehe. Die Jungfräulichkeit der Auserwählten stand hier an oberster Stelle. Die Morgengabe kann daher auch als Entlohnung für die Bewahrung der Jungfräulichkeit bis zur Hochzeitsnacht verstanden oder auch als Entschädigung für die nun verlorene Jungfräulichkeit gedeutet werden. 

UND HEUTE?

Obwohl dieser alte Brauch noch im islamischen Rechtskreis eine Bedeutung hat und in Österreich bis 2009 Geltung erfuhr, findet man ihn in Deutschland eher in abgewandelter Form. So ist es nicht unüblich, dass sich frisch verheiratete Eheleute mit Geschenken unterschiedlicher Natur erfreuen. Die Beweggründe sind sicher andere, als damals. Während die Morgengabe im Mittelalter funktional war, ist sie heute eher eine romantische Geste. Geld steht hier nicht im Vordergrund, vielmehr wertvolle Schmuckstücke oder ähnliches verschenkt, die die Braut jedoch nicht am Morgen nach der Hochzeitsnacht, sondern vor der Hochzeit schon erhält, um es den Gästen am Tag der Hochzeit zu präsentieren. 

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